Wasserkünste Episode WK#005

Wasser in der Gartengestaltung: Soeren von Hoerschelmann

Landschaftsarchitekt Soeren von Hoerschelmann spricht über den Dreiklang Stein, Wasser, Pflanze und darüber, wie Wasser Gärten zu begehbarer Kunst macht.

Wie entsteht ein Garten, in dem Stein, Wasser und Pflanzen nicht nebeneinanderstehen, sondern gemeinsam wirken? Eine Folge über Musik als Inspirationsquelle, ökologische Verschränkung und kreative Gartenplanung im Klimawandel. 

19.02.2025

59 min

Dreiklang Stein Wasser Pflanze in Wasserkünste

Inhalt

  • Dreiklang in der Gartenarchitektur
  • Was ist die Idee
  • Landschaftsarchitekt und Musiker
  • Wasser gestalterisch und fuktional verstehen

Episode 005: Dreiklang Stein-Wasser-Pflanze

von Interview mit Soeren von Hoerschelmann

Zusammenfassung

In dieser Episode von Wasserkünste spricht Landschaftsarchitekt Sören von Hörschelmann über Wasser in der Gartengestaltung. Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle Wasser neben Stein und Pflanze in der Gartenplanung spielt und wie sich gestalterische von künstlerischer Wirkung unterscheiden lässt.

Von Hörschelmann beschreibt seinen Zugang mit dem Motto „Stein, Wasser, Pflanze“, einem für ihn kaum trennbaren Dreiklang. In seiner Diplomarbeit hat er sich bereits mit Wasser beschäftigt, das Thema begleitet seither seine Praxis als Landschaftsarchitekt und Gartenbauunternehmer.

Vom Handwerk zur Kunst

Er unterscheidet eine gestalterische Ebene, das entwerferische Handwerk mit Proportionen und Technik, von einer künstlerischen Ebene, die entsteht, wenn ein Wasserelement bei Betrachtenden unterschiedliche Assoziationen auslöst. Gärten seien im besten Fall begehbare Kunst, nutzbar und zugleich wie ein Kunstwerk erlebbar. Als Beispiel nennt er eine Installation mit Stahllamellen, deren Tröpfeln Straßenlärm überdeckt, sowie einen durchbohrten Findling, aus dem Wasser aus einem Reservoir austritt und zurückläuft.

Historische Vorbilder und Tipps

Als historische Bezüge nennt er barocke Gärten, in denen Wasser Naturbeherrschung symbolisierte, maurische Gärten mit religiöser Paradiesvorstellung sowie den englischen Landschaftsgarten, der Natur nachformte. Für die Gartenplanung rät er, Wasser wegen des Klimawandels schonend einzusetzen, die gewünschte Funktion vorab zu klären und lieber ein gut integriertes Element zu wählen als eine überdimensionierte Lösung.

Das Gespräch gibt es in voller Länge im Podcast Wasserkünste.

Der Wasserkünste Host

Jörg Baumhauer Host und Inhaber edition aqua und Podcast Wasserkünste

Jörg von edition aqua

Jörg Baumhauer, Host und Inhaber von edition aqua und Wasserkünste, liebt Wasser, Natur, Schreiben und ist neugierig. Auf Neues, auf Nachhaltiges und auf Menschen. Als Autor schreibt er Artikel für Fachmagazine und ist Autor mehrerer Bücher.

Weitere Episoden

Podcast Wasserkünste hat die Bestsellerautorin Carin Müller zu Gast

Carin Müller: Wasser als literarisches Leitmotiv

Wasser zieht sich durch fast das gesamte Werk von Carin Müller – ob als
Meer, Fluss oder Loch. Die Bestsellerautorin, gelernte Journalistin und
Podcasterin schreibt unter mehreren Pseudonymen, die sie selbst
liebevoll ihre „Autorinnen-WG“ nennt. Im Gespräch mit Jörg Baumhauer
erzählt sie, warum sie trotz ihrer Liebe zum Meer bewusst im Binnenland
lebt und wie aus ihrer Faszination für das Element ihr bislang
forderndster Roman entstand: die Geschichte einer Frau, die sich den
gefährlichsten Meerengen der Welt stellt.

Eine Autorinnen-WG mit vielen Stimmen

Unter dem Namen Charlotte McGregor schreibt Müller ihre erfolgreichste
Reihe, angesiedelt in einem fiktiven schottischen Dorf. Charlotte
Taylor, ihr erstes Pseudonym, ist inzwischen in Rente. Für ernstere
Stoffe steht Charlotte Tarnowski, benannt nach dem polnischen
Mädchennamen ihrer Großmutter. Unter diesem Namen erschien auch ihr
aktueller Roman über eine Frau, die sich der Ocean-Seven-Challenge
stellt: dem Durchschwimmen von sieben besonders gefährlichen Meerengen,
dem Pendant zu den Seven Summits im Bergsteigen.

Vom Warum eines extremen Vorhabens

Fasziniert von der Frage, was Menschen zu einem solchen Vorhaben treibt,
recherchierte Carin Müller intensiv, unter anderem über
Erfahrungsberichte realer Extremschwimmerinnen und -schwimmer. Eine
befriedigende Antwort auf das Warum fand sie dabei nicht – und machte
genau das zum Ausgangspunkt ihrer Geschichte. Ihre Protagonistin Sophie
beginnt die Challenge ausgerechnet am Todestag ihres Mannes und ihres
Sohnes, die bei einem Gewitter auf einem schottischen See ums Leben
kamen. Für Sophie wird das eiskalte, einsame Wasser zum Ort, an dem sie
mit ihrer Trauer ringt. Für Carin Müller selbst bleibt Wasser vor allem
eines: ein Sehnsuchtsort zwischen Freiheit und Respekt vor seiner Kraft
– am liebsten an den weiten Stränden der Nordsee, wo sie höchstens bis
zu den Knien hineingeht.

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