Wasserkünste Episode WK#007

Was sind Wasserkünste?

Was steckt hinter dem Begriff Wasserkunst? Folge 007 von Wasserkünste zeigt die Geschichte der Wasserkunst – von römischen Wasserrädern bis zu barocken Fontänen. Hat die historische Wasserkunst überhaupt etwas mit Kunst im heutigen Sinn zu tun? Diese kompakte Folge führt uns ein in die Begrifflichkeit Wasserkünste und an Orte, an denen Ingenieurskunst, Wasserversorgung und Kulturgeschichte bis heute sichtbar sind.

05.03.2025

22 min

Wasserkünste was steckt hinter dem Begriff

Inhalt

  • Wer steckt dahinter
  • Was ist die Idee
  • Geschichtliche Einordnung
  • Technik

Episode 001: Wasserkünste

von Jörg von edition aqua

Zusammenfassung

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Wasserkunst? In Folge 2 des Podcasts Wasserkünste gibt Moderator Jörg von der Edition Aqua einen Überblick über die Geschichte der Wasserkunst und ihre Rolle in Kunst, Kultur und Garten. Ursprünglich bezeichnet Wasserkunst eine Anlage zur Wasserförderung und -verteilung, die schon früh nicht nur funktional, sondern auch kunstvoll gestaltet wurde.

Von der Wasserförderung zur Kunstform

Bereits in der Antike nutzten die Römer Wasserräder und die archimedische Schraube, um Wasser in Städte, Wehranlagen oder Bergwerke zu leiten. Im Mittelalter transportierten Röhrensysteme aus ausgehöhlten Baumstämmen, sogenannte Deicheln, Trinkwasser zu Brunnen. In Renaissance und Barock erweiterte sich die Wasserkunst um dekorative Elemente: Springbrunnen und Kaskaden in Gartenanlagen wie den Herrenhäuser Gärten oder der Villa d'Este in Tivoli wurden zu Statussymbolen und verbanden Technik mit Ästhetik. Im 19. Jahrhundert verschob sich die Wasserversorgung hin zu dezentralen Systemen mit Pumpen, wodurch Brunnen zunehmend zu rein dekorativen Elementen wurden.

Kunstmeister prägten die Wasserkunst

Bis ins 19. Jahrhundert waren es sogenannte Kunstmeister, die als Experten Wasserkünste entwarfen, bauten und warteten. Ein bekanntes Beispiel ist der Bildhauer Gian Lorenzo Bernini, der mit seinem Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona in Rom eines der bekanntesten Werke des Barock schuf. Heute übernehmen Klempner, Installateure und Ingenieure diese Aufgaben, unterstützt von technischen Regelwerken wie den DVGW-Richtlinien.

Die Episode zeigt: Wasserkunst ist bis heute weit mehr als reine Technik zur Wasserförderung. Sie verbindet technischen Fortschritt, künstlerischen Ausdruck und gesellschaftlichen Wandel – etwa wenn moderne Brunnen in Städten heute für Verdunstungskühlung sorgen. Wer tiefer eintauchen möchte, findet in Folge 2 von Wasserkünste weitere Beispiele und Anekdoten zum Nachhören.

Der Wasserkünste Host

Jörg Baumhauer Host und Inhaber edition aqua und Podcast Wasserkünste

Jörg von edition aqua

Jörg Baumhauer, Host und Inhaber von edition aqua und Wasserkünste, liebt Wasser, Natur, Schreiben und ist neugierig. Auf Neues, auf Nachhaltiges und auf Menschen. Als Autor schreibt er Artikel für Fachmagazine und ist Autor mehrerer Bücher.

Weitere Episoden

Podcast Wasserkünste hat die Bestsellerautorin Carin Müller zu Gast

Carin Müller: Wasser als literarisches Leitmotiv

Wasser zieht sich durch fast das gesamte Werk von Carin Müller – ob als
Meer, Fluss oder Loch. Die Bestsellerautorin, gelernte Journalistin und
Podcasterin schreibt unter mehreren Pseudonymen, die sie selbst
liebevoll ihre „Autorinnen-WG“ nennt. Im Gespräch mit Jörg Baumhauer
erzählt sie, warum sie trotz ihrer Liebe zum Meer bewusst im Binnenland
lebt und wie aus ihrer Faszination für das Element ihr bislang
forderndster Roman entstand: die Geschichte einer Frau, die sich den
gefährlichsten Meerengen der Welt stellt.

Eine Autorinnen-WG mit vielen Stimmen

Unter dem Namen Charlotte McGregor schreibt Müller ihre erfolgreichste
Reihe, angesiedelt in einem fiktiven schottischen Dorf. Charlotte
Taylor, ihr erstes Pseudonym, ist inzwischen in Rente. Für ernstere
Stoffe steht Charlotte Tarnowski, benannt nach dem polnischen
Mädchennamen ihrer Großmutter. Unter diesem Namen erschien auch ihr
aktueller Roman über eine Frau, die sich der Ocean-Seven-Challenge
stellt: dem Durchschwimmen von sieben besonders gefährlichen Meerengen,
dem Pendant zu den Seven Summits im Bergsteigen.

Vom Warum eines extremen Vorhabens

Fasziniert von der Frage, was Menschen zu einem solchen Vorhaben treibt,
recherchierte Carin Müller intensiv, unter anderem über
Erfahrungsberichte realer Extremschwimmerinnen und -schwimmer. Eine
befriedigende Antwort auf das Warum fand sie dabei nicht – und machte
genau das zum Ausgangspunkt ihrer Geschichte. Ihre Protagonistin Sophie
beginnt die Challenge ausgerechnet am Todestag ihres Mannes und ihres
Sohnes, die bei einem Gewitter auf einem schottischen See ums Leben
kamen. Für Sophie wird das eiskalte, einsame Wasser zum Ort, an dem sie
mit ihrer Trauer ringt. Für Carin Müller selbst bleibt Wasser vor allem
eines: ein Sehnsuchtsort zwischen Freiheit und Respekt vor seiner Kraft
– am liebsten an den weiten Stränden der Nordsee, wo sie höchstens bis
zu den Knien hineingeht.

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