Wasserkünste Episode WK#010

Superfood von der Fensterbank: Spirulina

Wie sich Spirulina auf der
eigenen Fensterbank anbauen lässt und was die Mikroalge so wertvoll macht

09.04.2025

54 min

Ben Schwedhelm zu Gast bei Wasserkünste mit Spirulina

Inhalt

  • Alge oder Superfood
  • Startup MySpirulina
  • Nahrungsergänzung
  • Wasser ist die Magie

Episode #010: Superfood Spirulina

von Jörg meets Ben Schwedhelm

Zusammenfassung

In dieser Episode von Wasserkünste spricht Jörg Baumhauer mit dem Biologen und Gründer Ben Schwedhelm über Spirulina, eine Mikroalge, die er in seinem Unternehmen MySpirulina direkt auf die heimische Fensterbank bringt. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie aus einem privaten Hobby ein Startup wurde und  warum ausgerechnet diese Alge das Potenzial hat, zu einem alltäglichen Nahrungsmittel zu werden.

Es begann in Südkorea

Schwedhelm erzählt, wie er während eines Auslandsaufenthalts in Südkorea erstmals mit Algen als selbstverständlichem Nahrungsmittel in Berührung kam und diese Erfahrung in Deutschland vermisste. Während seines  Biologiestudiums in Kiel kultivierte er Spirulina zunächst nur für sich selbst in einem Glasgefäß, bevor eine Ausschreibung des universitären Gründungszentrums den Anstoß zur Firmengründung gab.

Wissenschaftlich betrachtet ist Spirulina keine echte Mikroalge, sondern ein Cyanobakterium – ein Detail, das Schwedhelm  ausdrücklich einordnet. Praktisch überzeugt ihn die Alge dennoch: Sie gilt als nährstoffreich, insbesondere durch einen hohen Proteinanteil, und wird sowohl von der NASA als auch von der WHO als viel versprechendes Nahrungsmittel der Zukunft eingestuft. Anders als viele Algenpulver aus dem Handel hat frische Spirulina laut Schwedhelm nur ein mildes Aroma und lässt sich unauffällig in Smoothies, Müsli oder Saucen einbinden.

Nachhaltigkeit von der Fensterbank

Die MySpirulina-Farm nutzt gewöhnliches Leitungswasser und ein eigens entwickeltes Nährmedium, das ausschließlich Spirulina wachsen lässt. Nachhaltigkeit versteht Schwedhelm als kurze Transportwege und als  Bildungsauftrag: Mit Schulkooperationen möchte das Team Berührungsängste gegenüber Algen abbauen und langfristig größere Anwendungen etwa in Fitnessstudios erschließen.

Wer erfahren möchte, wie sich eine Mikroalge vom Laborexperiment zum Küchenalltag entwickelt, findet in der vollständigen Episode weitere
Einblicke in Anbau, Ernte und die Zukunftspläne von MySpirulina.

Der Wasserkünste Host

Jörg Baumhauer Host und Inhaber edition aqua und Podcast Wasserkünste

Jörg von edition aqua

Jörg Baumhauer, Host und Inhaber von edition aqua und Wasserkünste, liebt Wasser, Natur, Schreiben und ist neugierig. Auf Neues, auf Nachhaltiges und auf Menschen. Als Autor schreibt er Artikel für Fachmagazine und ist Autor mehrerer Bücher.

Weitere Episoden

Podcast Wasserkünste hat die Bestsellerautorin Carin Müller zu Gast

Carin Müller: Wasser als literarisches Leitmotiv

Wasser zieht sich durch fast das gesamte Werk von Carin Müller – ob als
Meer, Fluss oder Loch. Die Bestsellerautorin, gelernte Journalistin und
Podcasterin schreibt unter mehreren Pseudonymen, die sie selbst
liebevoll ihre „Autorinnen-WG“ nennt. Im Gespräch mit Jörg Baumhauer
erzählt sie, warum sie trotz ihrer Liebe zum Meer bewusst im Binnenland
lebt und wie aus ihrer Faszination für das Element ihr bislang
forderndster Roman entstand: die Geschichte einer Frau, die sich den
gefährlichsten Meerengen der Welt stellt.

Eine Autorinnen-WG mit vielen Stimmen

Unter dem Namen Charlotte McGregor schreibt Müller ihre erfolgreichste
Reihe, angesiedelt in einem fiktiven schottischen Dorf. Charlotte
Taylor, ihr erstes Pseudonym, ist inzwischen in Rente. Für ernstere
Stoffe steht Charlotte Tarnowski, benannt nach dem polnischen
Mädchennamen ihrer Großmutter. Unter diesem Namen erschien auch ihr
aktueller Roman über eine Frau, die sich der Ocean-Seven-Challenge
stellt: dem Durchschwimmen von sieben besonders gefährlichen Meerengen,
dem Pendant zu den Seven Summits im Bergsteigen.

Vom Warum eines extremen Vorhabens

Fasziniert von der Frage, was Menschen zu einem solchen Vorhaben treibt,
recherchierte Carin Müller intensiv, unter anderem über
Erfahrungsberichte realer Extremschwimmerinnen und -schwimmer. Eine
befriedigende Antwort auf das Warum fand sie dabei nicht – und machte
genau das zum Ausgangspunkt ihrer Geschichte. Ihre Protagonistin Sophie
beginnt die Challenge ausgerechnet am Todestag ihres Mannes und ihres
Sohnes, die bei einem Gewitter auf einem schottischen See ums Leben
kamen. Für Sophie wird das eiskalte, einsame Wasser zum Ort, an dem sie
mit ihrer Trauer ringt. Für Carin Müller selbst bleibt Wasser vor allem
eines: ein Sehnsuchtsort zwischen Freiheit und Respekt vor seiner Kraft
– am liebsten an den weiten Stränden der Nordsee, wo sie höchstens bis
zu den Knien hineingeht.

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