Wasserkünste Episode WK#006

Koi & Gartenteich: Arno Pozar im Interview

Koi sind farbenprächtige Fische, fast schon lebendige Kunstwerke. In Japan gelten sie als Symbole für Glück, Wohlstand und Ausdauer. Arno Pozar führt durch Kulturgeschichte, Zuchtlinien, Muster und die Anforderungen an eine verantwortungsvolle Haltung im Koi-Teich. Als Herausgeber des Magazins Midori hat er einen umfassenden Überblick zum Thema Koi in Japan und Europa. 

26.02.2025

42 min

Koi in der Gartenkultur mit Arno Pozar

Inhalt

  • Koi in Japan
  • Geschichte der Koi
  • Koi richtig hältern
  • Wasserqualität und Filter

Episode 006: Koi - eine Kultur im Gartenteich

von Interview mit Arno Pozar

Zusammenfassung
Koi in Europa und in Japan

Wie sich Koi im Gartenteich richtig halten lassen und welche Rolle die Wasserqualität dabei spielt, erläutert Arno Pozar im Gespräch mit dem  Podcast Wasserkünste. Pozar ist Heraus-geber des Fachmagazins Midori und war lange Zeit Veranstalter der Koi-Fachmesse Interkoi. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Koi verantwortungsvoll pflegen lassen und was Einsteiger beim Aufbau eines Koi-Teichs beachten sollten.

Wasserwechsel als A und O

Pozar entdeckte seine Leidenschaft für Koi eher zufällig: Vor rund drei Jahrzehnten unterstützte er als selbstständiger Werbeunternehmer den Gründer eines Koi-Magazins, bis er selbst einen Koi-Teich anlegte und begeistert war. Daraus entstand sein Magazin Midori, das seit 2006 erscheint und seit der Integration des Magazins Gartenteich 2021 als
einziges deutschsprachiges Fachmagazin zu Koi, Wassergärten und Gartengestaltung gilt.

Für die Wasserqualität nennt Pozar klare Richtwerte: Da Koi-Teiche  geschlossene Kreislaufsysteme sind, empfiehlt er einen  wöchentlichen Wasserwechsel von 20 bis 30 %, damit dem Wasser nicht die Mineralstoffe ausgehen. Als Faustregel nennt er rund drei Kubikmeter Wasser pro Koi, unabhängig von dessen aktueller Größe, da die Fische mit der Zeit deutlich wachsen.

Bewertung in Japan und Deutschland

In Deutschland entscheiden vor allem Farbe und Zeichnung eines Koi über den  Kaufwunsch. Japanische Kenner bewerten die Fische laut Pozar dagegen zu  über 50 % nach dem Körperbau, gefolgt von Hautqualität und Farbintensität. Die Zeichnung spielt nur eine untergeordnete Rolle. Zudem rät Pozar, einen Händler zu wählen, der gezielt nach Teichgröße, Besatz und Filteranlage fragt, als Zeichen verantwortungsvollen Umgangs mit den Tieren.

Das Gespräch zeigt: Koi-Haltung ist mehr als Gartengestaltung, sie verlangt technisches Verständnis und Verantwortung. Wer mehr über Pozars Werdegang und praktische Tipps zur Teichpflege erfahren möchte, findet die vollständige Folge im Podcast Wasserkünste.

Der Wasserkünste Host

Jörg Baumhauer Host von Wasserkünste und Inhaber von edition aqua

Jörg von edition aqua

Jörg Baumhauer, Host und Inhaber von edition aqua und Wasserkünste, liebt Wasser, Natur, Schreiben und ist neugierig. Auf Neues, auf Nachhaltiges und auf Menschen. Als Autor schreibt er Artikel für Fachmagazine und ist Autor mehrerer Bücher.

Weitere Episoden

Podcast Wasserkünste hat die Bestsellerautorin Carin Müller zu Gast

Carin Müller: Wasser als literarisches Leitmotiv

Wasser zieht sich durch fast das gesamte Werk von Carin Müller – ob als
Meer, Fluss oder Loch. Die Bestsellerautorin, gelernte Journalistin und
Podcasterin schreibt unter mehreren Pseudonymen, die sie selbst
liebevoll ihre „Autorinnen-WG“ nennt. Im Gespräch mit Jörg Baumhauer
erzählt sie, warum sie trotz ihrer Liebe zum Meer bewusst im Binnenland
lebt und wie aus ihrer Faszination für das Element ihr bislang
forderndster Roman entstand: die Geschichte einer Frau, die sich den
gefährlichsten Meerengen der Welt stellt.

Eine Autorinnen-WG mit vielen Stimmen

Unter dem Namen Charlotte McGregor schreibt Müller ihre erfolgreichste
Reihe, angesiedelt in einem fiktiven schottischen Dorf. Charlotte
Taylor, ihr erstes Pseudonym, ist inzwischen in Rente. Für ernstere
Stoffe steht Charlotte Tarnowski, benannt nach dem polnischen
Mädchennamen ihrer Großmutter. Unter diesem Namen erschien auch ihr
aktueller Roman über eine Frau, die sich der Ocean-Seven-Challenge
stellt: dem Durchschwimmen von sieben besonders gefährlichen Meerengen,
dem Pendant zu den Seven Summits im Bergsteigen.

Vom Warum eines extremen Vorhabens

Fasziniert von der Frage, was Menschen zu einem solchen Vorhaben treibt,
recherchierte Carin Müller intensiv, unter anderem über
Erfahrungsberichte realer Extremschwimmerinnen und -schwimmer. Eine
befriedigende Antwort auf das Warum fand sie dabei nicht – und machte
genau das zum Ausgangspunkt ihrer Geschichte. Ihre Protagonistin Sophie
beginnt die Challenge ausgerechnet am Todestag ihres Mannes und ihres
Sohnes, die bei einem Gewitter auf einem schottischen See ums Leben
kamen. Für Sophie wird das eiskalte, einsame Wasser zum Ort, an dem sie
mit ihrer Trauer ringt. Für Carin Müller selbst bleibt Wasser vor allem
eines: ein Sehnsuchtsort zwischen Freiheit und Respekt vor seiner Kraft
– am liebsten an den weiten Stränden der Nordsee, wo sie höchstens bis
zu den Knien hineingeht.

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